Zusammenfassung Sachstand Kita-Neubau Kriegsfeld, 03.23.2025

Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden hat am vergangenen Mittwoch die Fortführung der Neubauplanung empfohlen, wodurch die bestehende dreigruppige Kita durch eine dreigruppige Kita ersetzt werden soll.
Grundlage war eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, in der eine Neubauplanung und ein von der VG erstellter Umbauentwurf miteinander verglichen wurden. Die kalkulierten Kosten beider Varianten lagen in ähnlicher Größenordnung. Bei den zusätzlich berücksichtigten, von der VG definierten Bewertungskriterien erreichte der Neubau höhere Werte, was zur Entscheidung für diese Variante führte.
Den Mitgliedern des VG-Bauausschusses und des VG-Rats wurden zuvor keine vorliegenden Umbaupläne vorgestellt; bis dahin waren ausschließlich die Neubaupläne präsentiert worden.

Kostenübersicht Neubau:
  • Herstellungskosten: ca. 6,34 Mio. €
  • Mit Risikoansatz und angenommener Preissteigerung: 8,59 Mio. €
  • Gesamtkosten inkl. Finanzierung: 10,62 Millionen €. Dieser Betrag enthält bereits die 2,47 Millionen € Fördermittel des Landkreises.
Demografische Angabe:

Für Kriegsfeld sind für das Jahr 2025 vier Geburten verzeichnet.

Einordnung der zugrunde gelegten Planungsvarianten:
Der für die Wirtschaftlichkeitsanalyse verwendete VG-Umbauplan wurde am 19. März 2025 im Rahmen eines „Runden Tisches“ vorgestellt. Dieser sah einen Umbau nach Neubaustandard vor. Die anwesenden Ratsmitglieder sprachen sich mehrheitlich dagegen aus; eine detaillierte Kostenermittlung sollte nicht weiterverfolgt werden.
Im Anschluss erarbeiteten Mitglieder des Gemeinderats unter Mitwirkung einer Architektin einen alternativen Umbauvorschlag, der auf der weitgehenden Nutzung des bestehenden Gebäudes ohne zusätzliche Anbauten basiert und alle Vorgaben des Kita-Zukunftsgesetzes erfüllt. Dieser Entwurf wurde im Frühjahr der Verbandsgemeinde sowie dem Kreisjugendamt zur Prüfung übermittelt und am 9. April 2025 im Gemeinderat vorgestellt. Nach Angaben des Kreisjugendamts wäre eine Betriebserlaubnis für rund 57 Kinder möglich. Die bestehende Arztpraxis bleibt weiterhin Teil des Gebäudes. Ein Wertgutachten hat der 2002 sanierten Kita einen guten baulichen Zustand sowie keine notwendigen energetischen Nachrüstpflichten bescheinigt.

Hinweis zur Wirtschaftlichkeitsanalyse:
Der von Gemeinderatsmitgliedern entwickelte Umbauvorschlag wurde in der Wirtschaftlichkeitsanalyse nicht berücksichtigt. Verglichen wurden ausschließlich der VG-Umbauplan und der Neubauentwurf. Gründe dafür wurden nicht mitgeteilt.
Kita Kriegsfeld
Kita Kriegsfeld

Am 20.11.2025 fand unsere FWG-Mitgliederversammlung statt

Fraktionssprecher Klaus-Dieter Raab berichtete über die aktuellen Themen aus dem Gemeinderat und gab einen Ausblick auf kommende Entscheidungen und Entwicklungen in der Gemeinde:
  • Sachstand zum geplanten Munitionsdepot
  • Neuer Kanalanschluss für Kita und Grundschule
  • Baugebiet „Gänsstücke“
  • Dorferneuerungskonzept
  • Umbau bzw. Neubau der Kita
Steffen Mandler, Sprecher der FWG/FDP-Fraktion der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden, gab anschließend einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Verbandsgemeinderats anhand verschiedener Themenbereiche. In seiner informativen Präsentation zeigte er anschaulich, in welch großer Breite und Vielfalt sich der Verbandsgemeinderat mit Aufgaben befasst:
  • Grundschulen
  • Brandschutz
  • Hallenbad
  • Radwege in der VG
  • Fundtiere
  • Feuerwehreinsätze
  • Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen
  • Neue Kita-Satzung der VG
  • Stellenplan der VG
  • Entwicklung der VG-Umlage: Derzeit 38 %, Erhöhung auf 40 % ab 2026
Ein weiterer Punkt der Versammlung war die Wahl der Vorstandschaft, die wie folgt gewählt wurde:
  • Erster Vorsitzender: Klaus-Dieter Raab
  • Zweiter Vorsitzender: Frank Anhäusser
  • Rechner: Bernd Kirchner
  • Schriftführer: Heino Fattler
  • Beisitzer: Christof Deubel, Volker Brabänder, Helmut Mandler, Steffen Mandler.
  • Kassenprüfer: Patrick Baldauf, Nadine Ertel
Vielen Dank an dieser Stelle für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr – und ein Dankeschön an alle, die sich im Ehrenamt für unsere Gemeinde engagieren!

Munitionsdepot Kriegsfeld: Inbetriebnahme

Am 27.05.2025 erhielt der Gemeinderat Kriegsfeld weitere Informationen zur geplanten Reaktivierung des Munitionsdepots. Seit Jahren steht fest, dass der Standort wieder in Betrieb genommen werden soll. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen teilte nun mit, dass das Depot voraussichtlich Ende 2028 vollständig einsatzbereit sein wird. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Ende 2026 vorgesehen. Ein detaillierter Zeitplan liegt noch nicht vor, da auf dem Gelände umfangreiche Vorarbeiten erforderlich sind.

Die Investitionen werden auf mehr als 70 Millionen Euro geschätzt. Die Bauleistungen sollen durch die Bauverwaltung Kaiserslautern ausgeschrieben werden. Am Standort entstehen rund 100 neue Arbeitsplätze für Zivilbeschäftigte und Soldaten, wobei der Großteil auf Zivilbeschäftigte entfällt. Damit wird das Gelände wieder einer dauerhaften Nutzung zugeführt.

Geplant ist außerdem, den alten Verwaltungstrakt abzureißen und das Areal zu renaturieren. Ein Hubschrauberlandeplatz ist nicht vorgesehen. Ebenso wird am Depot keine eigene Bundeswehr-Feuerwehr eingerichtet. Dieses Thema wird gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden abgestimmt.

Kita-Neubau oder Umbau?

Nach dem neuen Kita-Zukunftsgesetz muss auch in unserer bestehenden Kindertagesstätte in Kriegsfeld etwas geändert werden. Es muss geprüft werden, ob es alternative Möglichkeiten zu einem Kita-Neubau gibt. Die Kosten bei einem Neubau belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

Die FWG Fraktion hat sich mit möglichen Nutzungsmöglichkeiten zusätzlicher Räume im Erd- und Untergeschoss der bestehenden Kindertagesstätte beschäftigt. Unsere Ideen und Vorschläge haben wir in einem Plan zusammengestellt und zur Prüfung an die Verbandsgemeinde, das Landesjugendamt sowie das Kreisjugendamt weitergeleitet. Die Förderrichtlinie des Donnersbergkreises verlangt im Falle eines Neubaus eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse. Aus unserer Sicht sollten daher bis zum Vorliegen der Prüfungsergebnisse keine weiteren Entscheidungen zum Neubau getroffen werden.

Eine Gemeinde muss nach den Grundsätzen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit ihren Haushaltsplan aufstellen. Nach der Gemeindeordnung ist sie verpflichtet, einen Haushaltsausgleich anzustreben. Die Finanzierung für Investitionen muss gesichert sein, da deutliche Erhöhungen der Grundsteuer zum Ausgleich des Haushalts in Kommunen längst keine Ausnahme mehr sind.

Für die Kommunen bedeutet das:
  • Sorgfältige Kostenplanung und Abstimmung mit allen Ebenen sind entscheidend.
  • Nicht überstürzt handeln, sondern sorgfältig prüfen.
  • Fehlende Klarheit kann teuer werden.

Unsere Umbaupläne wurden an die Verbandsgemeinde zur Kenntnisnahme weitergeleitet. Das Kreisjugendamt signalisierte bereits die Genehmigung der Betriebserlaubnis für rund 57 Kinder, wenn der Umbauvorschlag umgesetzt werden würde. Die bestehende Kinderbetreuung in unserem Ort könnte also ohne teuren Neubau und ohne Einschränkung der Kinderzahl weiter gewährleistet werden.

Kita Umbauplan EG
Kita Umbauplan UG